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Dienstag, 12. Juni 2018

Allerschönste Pomponborte und Tutorial für ein Retro-Täschchen


Heute zeige ich wie Ihr Euch die allerschönsten Pomponborten selber machen könnt und dazu ein kleines Tutorial für so ein süßes Retrotäschen. Habt Ihr so Taschen früher auch gehabt? Ich hab so ein ähnliches Modell früher im Schulhandarbeitsunterricht gewebt. Also nicht ganz das Gleiche, aber Form und Art waren sehr ähnlich. Übrigens bin ich ja fest davon überzeugt, dass der alte Schulwebrahmen als nächstes wieder in Mode kommt;-) 

Tutorial Retro-Tasche:

Das Täschlein ist ganz ruckzuck genäht. Alles was ihr braucht sind Stoffreste in der Größe 19 x 25 cm. Insgesamt 4 Stück, Zwei für den Oberstoff und zwei für das Innenfutter. Zum Versäubern des Reißverschluss (sofern ihr das möchtet) braucht ihr zwei kleine Reststücke von 5 x 6 cm. Außerdem noch einen 15 cm langen Reißverschluss, Wollreste, ein Stück Webband eine dicke Kordel und Stylefix. Und schon kann's losgehen.

Das Material im Überblick

Besonders hübsch werden die Minipompons und Tasseln übrigens mit den neuen Werkzeugen von Prym. Habt Ihr sie auch schon entdeckt? Für solche Tüdelprojekte gibt es nämlich einen Mini-Pompon-Maker und einen Tasselmaker. Ich durfte sie im Rahmen meines Gewinns von Prym testen und mag sie sehr. Natürlich geht es aber ohne. 
Habt ihr alles zugeschnitten und griffbereit, dann wickelt Euch erstmal ein paar kleine Bommeln und Tasseln. Ich hab dafür wie schon erwähnt, meine neuen Werkzeuge von Prym verwendet. Für mein Projekt reichten 8 Minipompons á 2 cm und 5 Tasseln mit 5 cm. Ich habe also jeweils die kleinste Größe genommen. Seid Ihr damit fertig, befestigt ihr an Eurem Webband zwei Streifen Stylefix und fixiert die Pompons in gleichmäßigem Abstand darauf. Schneidet die zu langen Enden ab und lasst ein kleines Stückchen stehen, welches ihr ebenfalls mit einem kleinen Bogen auf dem Stylefix fixiert. Jetzt könnt ihr vorsichtig Euer Pomponband auf dem Oberstoff anbringen.

Mit dem Reißverschlussfuß Eurer Nähmaschine könnt Ihr nun das Webband knappkantig absteppen und aufbringen. Verstellt dazu die Nadelposition bis Ihr schön knapp am Rand nähen könnt. Mit dem schmalen Füßchen kommt ihr ganz problemlos an den Pompons vorbei. 


Nun bringt ihr die Tasseln an. Auch hierfür habe ich einen Streifen Stylefix am unteren Rand angebracht und die Tasseln gleichmäßig darauf verteilt. Damit beim Nähen der Fuß nicht auf dem Stylefix haften bleibt, habe ich ein Stück Spitze darübergelegt und mit einem Zickzackstich aufgenäht. Die Zacken schauen später ganz klein unten heraus. Ich mag den Effekt. Ihr könnt aber ebenso eine Paspel dafür verwenden. 

Tasseln gleichmäßig verteilen und fixieren

..mit Spitze oder Paspel abdecken und mit Zickzackstich in der Nahtzugabe aufsteppen.
Nun bereiten wir den Reißverschluss vor. Ich mag es wenn er eingefasst ist. Alternativ kann man aber auch einen (entsprechend etwas längeren) Reißverschluss nehmen und sich diesen Schritt sparen.

Zum Einfassen nehme mein kleines Stoffstückchen und knicke es einmal in der Länge. Nun lege ich meinen Reißverschluss dazwischen. Das Ende des Reißverschlusses liegt bündig mit dem Stoff. Nun nähe ich Füßchenbreit entlang. Wenn ihr wie ich keinen Endlosreißverschluss nehmt, dann achtet darauf dass das hässliche Ende mit dem Plastikgnubbel unter Eurer Naht verschwindet. Ggf. kürzt das Ende (wo keine Raupe mehr ist) ein Stück. Mit dem anderen Ende verfahrt Ihr genauso. Wendet Eure Enden und schneidet sie bündig mit dem Reißverschluss ab. Die beiden offenen Kanten fixiere ich, indem ich knappkantig einmal lang her nähe. nun habt ihr sozusagen einen verlängerten Reißverschluss vor Euch liegen. Legt ihn mittig auf Euren verzierten Oberstoff. Die Raupe schaut nach unten. 

Legt nun das Futter darüber, so das der Reißverschluss in der Mitte zwischen den beiden Stoffen liegt. Fixiert Euch den Stoff am besten entweder, indem ihr wieder etwas Stylefix verwendet oder mit ein paar Klammern. Nun näht ihr entlang des Reißverschlusses. Verwendet dafür am Besten wieder den Reißverschlussfuß. Damit kann man am Besten entlang der Raupe nähen, da der Fuß eben aufsitzt.


Kürzt die überstehenden Enden und steppt den Reißverschluss knappkantig ab. Oberstoff und Futter liegen links auf links aufeinander. Die rechten Seiten liegen jeweils oben. Nun verfahrt ihr genauso mit der gegenüberliegenden Seite. 

Jetzt fixiert ihr noch Eure Kordel links und rechts auf dem Oberstoff (die Enden gucken nach links und rechts außen) und nun wird's spannend: Jetzt müsst ihr ein wenig aufpassen und alle Bommeln und Tasseln sowie die Kordel schön weit nach innen legen, damit ihr sie anschließend nicht mit einfasst. Wenn ihr besonders voluminös gearbeitet habt, könnt ihr ggf. alles mit Maskingtape in der Mitte des Stoffes etwas fixieren. 


Öffnet jetzt den Reißverschluss (nicht vergessen, sonst könnt Ihr anschließend nicht wenden) und faltet das ganze so auseinander, dass Oberstoff auf Oberstoff und Futter auf Futter liegt. Die rechten Stoffseiten schauen sich jeweils an. Alles gut fixieren und dann seid ihr auch schon fast fertig. Nun wird einmal ganz außen herum genäht. Am besten fangt ich unten am Futter so vier Zentimeter vor der Ecke an. Näht einmal außen rum, bis ihr wieder unten am Futter angekommen seid. Achtung. Diese Naht nicht schließen.1 Näht nach der Ecke am besten wieder so vier Zentimeter und versiegelt Eure Naht. Durch die verbleibende Öffnung wenden wir nun unsere Tasche. Anschließend Wendeöffnung schließen, Futter nach innen stecken und fertig ist das kleine Retro-Täschchen. 

Nach dem Wenden fand ich dem Täschchen fehlte noch etwas und ich habe mit der Hand, noch ein schönes Lederlabel aufgenäht. Es ist übrigens ebenfalls aus meinem Prymsommerpaket. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Aufdrucken.


Also ich mag diesen Retro-Boho Style sehr. Ich finde er passt supergut zur aktuellen Sommermode. Und weil das Täschchen auch so ruckzuck genäht ist, kann man sich wenn man Lust hat auch gleich zwei oder drei, farblich passend zum Outfit nähen. Das Beste daran finde ich aber, dass man sich die Borten so gestalten kann, wie man es mag. Ich finde die bunten Webbänder nämlich viel hübscher als die normalen Häkel/Webabschlüsse die, die meisten fertig gekauften Pomponborten haben. Zumindest wenn man sie als Bordüre aufbringt. Außerdem man kann die Farben der Pompons so mischen, wie es einem am Besten gefällt. So passen die Borte perfekt zum Rest und die Pomponborten sind so individuell wie Dein Projekt.

Ich hoffe Euch gefällt mein Täschchen ein wenig und Ihr seid klar gekommen mit meiner Anleitung. Viel Spaß beim Nähen und eine farbenfrohe Woche wünscht Euch 
Eure Colle

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Dienstag, 30. Januar 2018

Eine Anleitung von und mit Herz

Sicher habt ihr alle schon eine Nadelbuch. Natürlich habe ich auch eins. Ein ganz besonders hübsches sogar. Mit Seiten aus Filz wo ein paar Nadeln für alle Fälle drin sind. Das ist ganz praktisch auf Reisen, oder auf dem Sofa, wenn ich Kleinigkeiten von Hand nähe. Aber alle meine Nadeln, insbesondere die Maschinennadeln passen dort nicht rein. Ich habe ein Sammelsurium an Nähmaschinennadel-Päckchen. 
Und Mädels mal Hand aufs Herz: Ihr bewahrt die Nähmaschinennadeln doch sicher auch auch in den gekauften Päckchen auf, oder? Und ihr habt auch mehr wie eins davon, vermute ich. Also ich habe da schon so ein paar. Die normalen Nadeln, die Sticknadeln, die Jerseynadeln, die Zwillingsnadeln, die Ledernadeln usw und so fort. Ich brauch wohl nicht alle Sorten aufzuzählen. Ich denke ihr wisst was ich meine. Diese ganzen Nadeln hatte ich bis dato in meinem 5-fach Organizer von farbenmix verstaut. Soweit so gut. Da waren sie alle beisammen. Aber wenn ich die Nadel gewechselt habe, ging die Sucherei los. Denn natürlich waren sie da alle durcheinander drin und ich musste immer kramen bis ich die Sorte hatte die ich brauchte.


Also kam mir die Idee nach einem klassischem Nadelbuch. Nur mit anderer Aufteilung. Genäht habe ich es aus SnapPap und mit ein paar farblich passenden Stoffresten zu meinem Organiser. Denn den lieb ich ja und der soll auch weiter im Einsatz bleiben.
Passenderweise kamen gerade auch die neuen Dateien vom Stickbengel mit 9 wundervollen Herzen nach den Designs von Bine Brändle zum Testen hier hereingeflattert. Hach, schaut doch mal: passt das Herz nicht einfach wunderbar für das Projekt? So schön <3 Und ich konnte gleich ganz viele Sachen die mir so Spaß machen miteinander verbinden. Ich habe genäht, ich habe gestickt und konnte mein genähtes Projekt auch noch ein bisschen mit handlettering verzieren. Das macht mir ja sehr viel Spaß. Leider fehlt mir noch etwas die Übung. Aber das wird ja vielleicht noch. 

Das Büchlein hatte ich schon auf Instagram und in der Snaply Insider Gruppe auf Facebook gepostet und einige hatten gleich nach einer Anleitung gefragt. 

Ich hab mal alles durchgemessen und zeig Euch mal wie ich das gemacht habe. 

Ihr braucht dafür:

  • SnapPap
  • einen Knopf
  • einen Rest rundes Gummiband
  • ein paar Stoffreste
  • Ösen 8 mm (ich habe die bunten von Snaply verwendet
  • 1 Eyelet oder alternativ eine Öse mit 4-5 mm
  • durchsichtige Vinylfolie (bekommt ihr im Stoffgeschäft, aber auch z.B. auch bei Roller und einigen Baumärkten; ihr findet es bei den Wachstüchern auf der Rolle)
  • etwas Schrägband
  • Webband
Die Umsetzung ist eigentlich ganz simpel. Also das Grundmaterial ist aus SnapPap. Ihr bekommt es bei Snaply. In diesem Fall habe ich das weiße verwendet und mir daraus zwei Rechtecke mit den Maßen 30 cm x 17 cm zugeschnitten. Die Farbe ist natürlich Geschmacksache. Es gibt das Material auch noch in anderen Farben und neuerdings auch in metallic. Die Ecken habe ich mit einem Stanzer abgerundet. Wenn ihr so etwas nicht habt, könnt ihr es natürlich auch einfach mit der Schere abrunden. Außerdem habe ich mit noch ein Stück Stoff (19 cm x 8,5 cm) zugeschnitten. Den Stoff habe ich an den langen Kanten jeweils einen Zentimeter umgebügelt, so dass er nun eine Breite von 6,5 cm hat. Diesen Stück habe ich mittig auf eines der SnapPap Teile aufgenäht. Die überstehenden Kanten habe ich auf der Rückseite mit einem Stück Stylefix fixiert. Außerdem habe ich mittig links noch ein Eyelet mit einem Abstand von ca. 1 cm vom Rand angebracht und auf der anderen Seite, ebenfalls mittig einen Knopf. Das mittige Stoffteil dient nur der Verzierung. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann das natürlich auch weglassen. Aber ich verziere gerne. Wer das auch möchte, der sollte auf der rechten Seite jetzt noch seine Verzierung anbringen. Ideal eignen sich dafür Stickmotive. Ich habe hier ein Herz aus der Bine Brändle "Einhorn-Glück" Serie vom Stickbengel verwendet. Ihr bekommt sie hier. Außerdem habe ich noch einen Schriftzug darauf gemalt. SnapPap eignet sich hervorragend zum Bemalen. Ich habe hier den Monotwin von Tombow verwendet. Es eignet sich aber auch andere wasserfeste Stifte oder Textilfarbe. 
Wenn ihr auch einen Griff an der Außenkante haben möchtet, müsst ihr den auch jetzt 
anbringen. Ich habe mir dafür ein Stück SnapPap mit einer Größe von 2,2 cm x 15 cm zurecht geschnitten. Angebracht wird es exakt mittig mit jeweils einem Abstand von 2 cm zur oberen und unteren Kante. Nun nehmt ihr das runde Gummiband (ca. 16 cm lang) und knotet es zu einer Schlaufe. Der Knoten muss so dick sein, dass er nicht mehr durch das Eyelet rutscht. Wenn ihr dünnes Gummiband verwendet habt, näht das Ende ggf. auf ein kleines Stück SnapPap. Führt die Schlaufe von hinten durch das Eyelet durch.


Für die Innenseite des Umschlages nehmt ihr das andere Rechteck und bezieht es auf einer Seite mit Stoff. Schneidet dafür den Stoff etwas größer als das Rechteck zu und fixiert ihn mit Sprühkleber auf dem SnapPap. Die Kanten schön umschlagen und am Besten an den Rändern mit Stylefix fixieren. Wenn ihr das nicht zum fixieren zur Hand habt, könnt ihr auch einen Pritt-Stift verwenden. Nicht ganz so optimal. Aber funktioniert auch. Dann schlagt ihr noch zwei der 8 mm Ösen ein. Ich habe mir dafür zwei Punkte markiert. Der obere hat einen Abstand von 4,5 cm zur oben Kante und 11 cm zur rechten Kante. Der untere Punkt hat 4,5 cm zur unten Kante und ebenfalls 11 cm zur rechten Kante. Der Punkt ist jeweils die Mitte Eurer Öse. Der Abstand entspricht dem des normalen Locherabstandes. Anhand der Markierungen bringt ihr die Ösen jetzt an. Jetzt kommt das Webband zum Einsatz. Damit werden anschließend Eure Seiten gehalten. Meins ist ca. 75 cm lang. Es wird von hinten durch die beiden Ösen gefädelt.

Anschließend legt ihr die beiden so vorbereiteten Teile links auf links aufeinander. Fixiert euch das Ganze und näht alles mit einem etwas größeren Stich  knapp kantig zusammen. Ich verwende hier meist eine Stichlänge von 3,5 oder 4. Passt dabei auf, dass Ihr Euch nicht über das Webband näht. Am Einfachsten ist es wenn ihr es euch etwas zusammen faltet und fixiert. Dafür verwende ich meistens ein Stück Masking Tape. Das lässt sich prima wieder lösen und hinterlässt keine Stiche auf dem Webband wie eine Stecknadel.


Fertig ist der Außenumschlag.

Nun kommen die einzelnen Seiten an die Reihe. Dafür benötigen wir 4 Rechtecke 12 cm x 17 cm aus SnapPap. Hier rundet Ihr diesmal nur die rechten Ecken oben und unten ab. Zwei Seiten habe ich nur mit Fächern für die Maschinennadeln vorgesehen. Der Platz ist ausreichend für 18 Päckchen. Für die Fächer braucht ihr 4 Streifen durchsichtige Vinyfolie. Die Streifen sind 22,5  x 6 cm groß. Die oberen Kanten werden mit Schrägband versäubert. Ich habe zum Teil dort noch kleine Webbandreste eingefasst. Ich bin ja so eine Tüdeltante, wie Ihr wisst. Faltet einen der so vorbereiteten Streifen in der Mitte und schiebt von links eine SnapPap-Seite dazwischen. Der Abstand zur unteren Kante beträgt 1 cm. Fixiert Euch das und näht die Folie an der unteren Seite knapp kantig an.


Faltet einen zweiten Streifen Vinyfolie in der Mitte und bringt ihn auf die gleiche Weise direkt über dem unteren Streifen an. Näht hier auch nur die untere Kante knapp kantig fest. Die linke Seite, worauf die Ösen befestigt werden, habe ich wieder mit Stoff bezogen. Die Kante ist auf 2 cm breit. Also schneidet ihr euch dafür 4 Streifen aus Stoff mit den Maßen 6 cm x 19 zu. Die langen schmalen Seiten bügelt ihr wieder einen cm um und bügelt einmal alles aufeinander. Fasst mit dem Streifen die Kante Eurer Seite ein. Damit verschließt Ihr dann auch die Fächer aus Vinyl. Ich habe, damit die Fächer nicht zu straff sitzen, schon mal die Nadelpäckchen eingesteckt und habe mir dann erst die seitliche Kante fixiert und genäht. Die Fächer sind nun 10 cm breit. Deshalb steppt Ihr mittig, also im Abstand von 5 cm zum rechten Rand die Fächer einmal ab. Mittig auf dem äußeren Stoffstreifen bringt ihr wieder zwei Ösen an. Ich habe mir hier zur Hilfe wieder meine Punkte im Abstand von 4,5 cm zum oberen und unteren Rand markiert. Ihr könnt es Euch aber auch einfach machen und die Seiten einfach mit dem Locher lochen. Die Löcher müsst ihr nur etwas vergrößern. Sonst bekommt ihr die Ösen nicht hinein.

Und wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Eure Seiten natürlich auch noch beschriften.


Nach diesem Schema habe ich zwei Seiten in meinem Nadelbuch. Hinten habe ich noch eine Seite mit einem großen durchsichtigen Fach genäht. Dafür habe ich die Folie einfach 12 cm hoch geschnitten. Passt nur auf wenn Ihr wie ich, betüdeln wollt. Ich habe bei dem großen Fach die Folie mit Schrägband versäubert und zusätzlich noch Webband auf die Kante genäht. Das ist etwas dick für die Öse gewesen. Der erste Versuch ging schief. Die zweite hielt dann. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nicht besonders gut bin im Ösen einschlagen. Vielleicht seit ihr da etwas begabter. Aber Fakt ist, dass es ohne zusätzliches Webband an dieser Stelle sicher einfacher gewesen wäre. Also das Webband vielleicht lieber längs anbringen oder unten. Da kollidiert es nicht mit der Öse;-) Dazwischen habe ich noch eine klassische Seite mit Filzläppchen eingefügt. Ich bin so froh, dass ich damit nun auch meine lange Teddynadel sicher verstaut habe. Die steckte sonst nämlich immer auf einem der Nadelkissen und ich hatte echt Angst, dass sich irgendjemand die Nadel nochmal ins Auge sticht. So ist sie besser aufgehoben. Auf die anderen Filzstücke hab ich noch ein paar Reservestecknadeln und Sicherheitsnadeln untergebracht. Sicherheitsnadeln suche ich nämlich auch immer. 
Nun müssen die Seiten nur noch in den Umschlag. Ich habe diesen Vorher ein bisschen zurechtgeknickt. Das Mittelteil ist 4 cm breit. Dann habe ich die Seiten durch das Webband gefädelt und mit einer Schleife festgeknotet. Zuklappen, mit dem Knopf verschließen und fertig.


Das Nadelbuch ist wirklich ein prima Odnungshelfer für mich geworden. Und praktischerweise passt die Größe genau in die Schublade meines Rollconainers (vom Möbelschweden). Oder aber auch in den Schreibtischaufsatz (ebenfalls vom Möbelschweden). Am Griff kann man es wunderbar ohne großes Gefummele herausziehen.

Also ich finde, da hatte ich mal ne sinnvolle Idee;-)

Viel Freude damit, falls Ihr Euch auch eins machen möchtet und liebe Grüße

Eure Colle




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Dienstag, 7. November 2017

Mein Brushpencase jetzt mit Anleitung

Ich hatte es Euch ja versprochen.... dass es zu meinem Federmäppchen
eine Anleitung geben wird. Und heute ist es soweit. 


Uiuiui und bis es jetzt soweit kam, war es ganz schön aufregend für mich. Das Mäppchen von hier kam bei Euch ja gut an, in der Snaply-Insider Gruppe auf Facebook und auch auf Instagram. Dort hatte Snaply es dann auch repostet und ich wurde gefragt ob ich nicht Lust hätte eine Anleitung für das Snaply Magazin zu schreiben. 


Oh wie cool, ja sehr gerne! Ich hatte ja selbst schon über eine Anleitung nachgedacht. Eigentlich war dieser Blog hier überhaupt mal dazu gedacht ganz viele Tutorials mit Euch zu teilen. Irgendwie sind es ja nur ein paar wenige geworden, denn leider kam alles anders und es fehlte mir plötzlich die Zeit dafür. Umso mehr freue ich mich jetzt aber, dass diese Anleitung auf dem Snaply Blog gleich mit ganz vielen von Euch geteilt wird. Außerdem ist sie dort super aufgehoben, denn fast alles was ihr an Materialien dafür benötigt, findet ihr dort auch im Shop.
Also ich habe auf jeden Fall nochmal ein neues Federmäppchen genäht und dabei fotografiert was das Zeug hielt. Außerdem habe ich meine erste Version nochmal etwas verbessert. Ein paar Kleinigkeiten habe ich beim Nähen anders gemacht, damit es einfacher wurde und außerdem ist aus mein Federmäppchen noch ein Stück größer geworden, so dass es jetzt ein richtiges "Brushpencase" ist. Die tollen Tombowstifte passen prima auch in der Länge rein. Außerdem habe ich innen einen fleckenabweisenden, abwaschbaren Stoff verwendet, so dass es auch mit den darin untergebrachten Pinseln darin kein Problem mehr ist. Zusätzlich habe ich auch noch eine Befestigung für einen Spitzer vorgesehen. Den braucht man ja auch immer, gell? So habe ich jetzt alles zum Lettern fein griffbereit.

So schaut es von innen aus: 




Die Anleitung für das Federmäppchen

Also wenn ihr Lust zum Nachmachen habt, hüpft rüber zum Snaply Blog. Hier geht's lang. Dort gibt es heute das neue Snaply Magazin mit meiner Anleitung. Ich bin sehr gespannt wie Ihr sie findet und hoffe natürlich, dass Sie Euch gefällt. 

Viel Spaß beim Nähen und liebe Grüße
Eure Colle


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Dienstag, 3. Februar 2015

Heute schon an Ostern denken;-)

Habt Ihr Lust auf ein kleines Tutorial?

Abgesehen davon dass ich gerne Nähe, koche und backe ich auch noch. Und wovon ich nicht genug haben kann, sind Topflappen und Backhandschuhe. Immer farblich passend zur Deko und natürlich zu meiner Laune;-) Außerdem sind Sie find ich, ein echt schönes Geschenk. Also ich habe kein Problem mit dem 20sten Paar Topflappen. Ich benutze Sie alle!
 

Ich zeige Euch heute mal wie ich ganz einfach meine Topflappen selber mache.
 
Alles was ihr braucht, sind je zwei Stücke Stoff (für Vorder- und Rückseite: also insgesamt vier) á 23 x 23 cm. Ich habe für die Innenseiten einen unifarbenden Stoff gewählt. Zwei Stücke Termolan ebenfalls 23 x 23 cm und wer mag noch etwas Volumenvlies. Das gibt es übrigens beides hier. Außerdem noch Schrägband. Ggf. zum Verzieren zwei Applikationen, etwas Webband und 2 Knöpfe.
Und schon kann's losgehen: Stoff und Termolan zuschneiden. Je einen Außenstoff, eine Schicht Termolan, eine Schicht Volumenvlies und den Innenstoff übereinander legen.
Das Ganze steppe ich jetzt zusammen. Ich habe einen Abstand von 3,5 cm gewählt und mir ganz einfach mit einem Trickmarker die Linien direkt auf den Stoff gezeichnet.
 

Anschließend auf den Linien entlangsteppen.
Wenn ihr fertig seid, schneidet ihr die Kanten nochmal schön gerade und könnt, wenn ihr wollt noch eine Applikation anbringen. Wer keine Stickmaschine hat, kann auch eine Applikation mit Vliesofix auf den Stoff bügeln und versäubern.
Anschließend bringe ich rundherum das Schrägband an. An einer Ecke lasse ich 11 cm über stehen. Das wird mein Aufhänger. Bei dickeren Arbeiten wie hier, hefte ich mir das Schrägband von Hand und forme die Ecken schön ordentlich, bevor ich mit der Nähmaschine knappkantig daran entlang nähe. Wer richtig fit im Nähen ist, kann sich diesen Schritt auch sparen.
Das überstehende Schrägband lege ich am Ende meiner Runde einmal ums Eck und nähe es als Schlaufe fest.
 
 
Wer wie ich auf ein bisschen Schichi steht, kann den Übergang anschließend noch mit etwas Webband und einen schönen Knöpfchen verstecken. Und fertig sind die Topflappen.
 
 
 
Nach dem gleichen Prinzip sind übrigens diese Backhandschuhe entstanden.
Viel Spaß beim Nähen, kochen, backen...
Bis bald
Eure Colle
 
Verlinkt mit Creadienstag